Pferdetrense aus Luristan

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Pferdetrense aus Luristan
Wunderbares Stück aus der Frühzeit der Pferdezucht im Westiran im 8. Jh. v. Chr. Stark stilisierte Pferde bilden die Knebel.
2.840 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2676
Details

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Objekt: Luristanische Pferdetrense mit pferdeförmigen Knebeln

Material: Bronze.

Datierung: 8. Jh. v. Chr.
Eisenzeit III Luristans.

Beschreibung:    Die Trense aus Bronze besteht aus einer starren Gebissstange mit zur gleichen Seite eingerollten Enden und zwei auf der Stange geführten Knebeln. Bei den Knebeln handelt es sich um stark stilisierte Pferde. Sie haben die Grundform von zwei spitz aufeinandergesetzten Dreiecken mit freigelassenen Inneflächen. Wo die Dreiecke aufeinandertreffen, befindet sich eine kreisförmige Öse, durch welche die Gebissstange geführt ist. Eine endständige Seite jedes Knebels ist zu einem plastischen Pferdekopf verlängert. Der Rest des Knebels bildet den Pferdekörper.

Hintergrund: Die nomadischen Bewohner Luristans waren meisterhaft in der Pferdezucht. Kein Wunder also, dass die Blütezeit ihrer Bronzekunst viele schön verzierte Ausrüstungsgegenstände für die hochgeschätzten Tiere hervorbrachte. Die hier vorliegende Trense war Teil des Zaumzeugs eines Pferdes. In die eingerollten Enden wurden die Zügel eingeschnallt, die tierförmigen Knebel bildeten eine schöne seitliche Verzierung, wenn das Pferd auf das Mundstück biss. Das sieht man deutlich auf einem Detail der Lachisch-Reliefs, welche fast zeitlich mit dieser Trense im benachbarten Assyrien entstanden sind (siehe Zeichnung in der Bildergalerie, entnommen aus Peltenburg, Western Asiatic Antiquities, nach Porada 1965, 85, Tafel 21 unten).
Man erkennt im Vergleich sogar die Entwicklung der Mode um das Jahr 700 v. Chr. Bei unserem Stück handelt es sich um die frühe Art solcher figürlichen Pferdetrensen aus Lursitan. Die tierförmigen Knebel waren stark stilisierte Dreiecksformen. Zur Zeit der Lachisch-Reliefs waren bereits Knebel mit naturalistischen Tierkörpern in Mode. Das hier vorliegende Exemplar wirft also ein Schlaglicht gerade auf den Anfang der Pferdezucht und der kunstvollen Bronzegeschirre Luristans.

Maße: Die Stange 20cm lang. Die Bronzeverzierungen 7,3cm lang und 6,9cm hoch.

Zustand: Nahezu perfekter Zustand, sehr gut erhaltenes Material mit schöner mehrfarbiger Patina. Moderne Aufschrift mit rotem Stift "63.2.49b". Inklusive modernem Metallständer zur Präsentation.

Provenienz: 2019 von uns erworben bei G. Vandervort, USA. Zuvor in US-amerikanischem Privatbesitz. In diesen erworben 2016 in einer US-amerikanischen Auktion. Zuvor in US-amerikanischem Privatbesitz. In diesen aus dem Bestand des Los Angeles County Museum of Art, Inventarnummer 63.2.49b. Aufgenommen in den Museumsbestand im Jahr 1967.
Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) machte sich im Jahr 1965 eigentständig von dem 1913 gegründeten Los Angeles County Museum of History, Science and Art. Die Sammlung wurde in den folgenden Jahren auf Bilung, Ästhetik und kulturelle Vielfalt ausgerichtet. Die Politik des Museums ist es durch gezielte Ankäufe und Verkäufe die Sammlung ständig zu entwickeln und dabei dem aktuell Anspruch des Museums und des Publikums gerecht zu werden.

Referenzen: Vgl. G. Zahlhaas, Luristan - Antike Bronzen aus dem Iran, S. 53f, Nr. 101.
Für ein etwas späteres Exemplar vgl. E. Peltenburg, Western Asiatic Antiquities, S. 101, Nr. 72.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.