Römische Platte mit inversem Stempel CAPI

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Römische Platte mit inversem Stempel CAPI
Wahrscheinlich in Trier gefunden. Ungewöhnliche, spiegelverkehrte Ausführung des Stempels. Interessante und individuelle Ergänzung für jede Sammlung.
175 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR1150W154
Details

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Objekt: Römische Platte mit spiegelverkehrt geschnittenem Stempel CAPI

Material: Ton

Datierung: Ende 3., Beginn 4. Jh. n. Chr.
Spätantike

Maße: 150 mm x 155 mm x 30 mm

Beschreibung: Großes gestempeltes Fragment einer Platte, die beim Gebäudebau eingesetzt worden ist. Der Ziegel gehört zur CAPIONACI Gruppe und wurde von einer zivilen Großfirma gefertigt. Die Gesamtsammlung, aus der das Stück stammt, legt die Herkunft aus einer Ziegelei des Trierer Raums nahe.
Das Besondere an dem angebotenen Belegstück ist die Ausführung des Stempels, die wahrscheinlich auf einen Fehler des Stempelschneiders zurückgeht. Damit bildet der angebotene Ziegel eine interessante und individuelle Ergänzung für jede Sammlung.

Zustand: Sehr gut, Stempel flach.

Referenzen: Kann, Hans-Joachim, Einführung in römische Ziegelstempel anhand neuer Funde von der Trierer Palastaula in Privatbesitz. Trier, 1985

Historischer Hintergrund: Im Trierer Raum existierten eine Vielzahl von kleinen und großen privaten Ziegeleibetrieben. Die meisten, wenn nicht gar alle von ihnen waren wohl an dem umfangreichen Bauprogramm Konstantins und seiner Nachfolger, vor allem in Trier, beteiligt. Anhand der verhältnismäßig großen Fundmenge geht die Fachwelt von der Existenz folgender vier großen Firmen aus:
ADIVTICE
CAPIONACI
ARMO
TAMIC
CAP---Stempel und andere finden sich aber auch in Köln Deutz, sie fanden Verwendung beim Bau der spätantiken Festung divitia. Daher kann man mit Sicherheit, zumindest bei den Großbetrieben, von einer überregionalen Bedeutung sprechen.
Die Bedeutung der Stempel, auch die der kleineren Firmen, ist seltener erschließbar als im Fall der bekannteren Legionsstempel, bei denen eine Auswertung des Textes wesentlich einfacher ist.
Zur exakten Datierung der spätantiken Stempel der Privatbetriebe ist kaum etwas bekannt. Einen Sonderfall bieten die Stempel, welche aus dem Fundzusammenhang der Trierer Palastaula stammen. Diese sind auf die Zeit unmittelbar vor 310 datierbar.

Provenienz: Alte deutsche Sammlung, 2010 erworben. 2009 bis 2010 war die betreffende Sammlung im Lager des LVR - RömerMuseums Xanten und wurde dort teilweise im Rahmen eines möglichen Ankaufs gesichtet. Zuvor Sammlung Hans Weber, erworben 1977 bis 2004 aus offiziellem Handel oder aus älteren Sammlungen.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.