Römische Silberfibel aus Pannonien

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Objektnummer
AR3050F
Interessanter Fibeltyp aus den römischen Provinzen Pannonien. Ein sehr ähnliches Stück wurde bei dem römischen Lager und der Siedlung Carnuntum im heutigen Österreich gefunden.
Objekt: Römische Fibel aus Pannonien

Material: Silber.

Datierung: Römische Kaiserzeit.
2. Jh. n. Chr. bis Mitte 3. Jh. n. Chr.

Beschreibung:    Die römische Silberfibel hat einen Bogen aus zwei Abschnitten. Der Kopfabschnitt besteht aus einer rechteckigen Platte mit seitlichen Zierstreifen, die zum Kopf hin aufgerollt ist. Der Fußabschnitt besteht aus einer taillierten Platte mit Mittelrippe und hochstehendem Fuß. Am Ende ist ein kleiner Zierknopf angesetzt. Die Nadel ist mit einem Scharnier an einem kleinen Querbalken befestigt und wird von einer langen Nadelhalterung gesichert.
Der interessante Fibeltyp stammt aus den römischen Provinzen Pannonien, Funde sind aus den Donauländern bekannt. Ein diesem Exemplar sehr ähnliches Stück wurde bei dem römischen Lager und der Siedlung Carnuntum im heutigen Österreich gefunden [Hattatt Nr. 1659].

Hintergrund: Fibeln waren mehr als nur Gewandspangen, um die Kleidung zu verschließen. Sie waren Schmuck und Statussymbol und wurden gut sichtbar im Brust- oder Halsbereich getragen. Entsprechend vielfältig und modisch waren sie gestaltet, es entstanden zahlreiche Varianten je nach Region, Epoche und sozialem Hintergrund der Träger. Genau aus diesem Grund haben Fibeln in der modernen Archäologie eine herausragende Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann ein Fund schnell eingeordnet werden.

Maße: 29mm lang. 18mm breit.

Zustand: Sehr guter Zustand. Fibelkörper vollständig intakt inklusive Zierelementen. Die originale Nadel ist erhalten.

Provenienz: 2020 durch uns im deutschen Kunsthandel erworben. Zuvor in der österreichischem Privatsammlung M. S., in welche das Stück in den 1970er Jahren aufgenommen wurde. 2019 von Österreich nach Deutschland exportiert, mit Genehmigung des österreichischen Bundesdenkmalamts.

Referenzen: Vgl. R. Hattatt, Ancient Brooches and other Artefacts, S. 191, Nr. 1659. Auch abgebildet in R. Hattatt, A Visual Catalogue of Richard Hattatt's Ancient Brooches, S. 335, Nr. 1659.
Vgl. S. Redic, Finding of roman brooches in the cemeteries of Viminacium, Typ XVI.

Literatur: Einen sehr guten und kompakten Überblick zum Thema antike Fibeln bietet R. Heynowskis Buch "Fibeln - erkennen, bestimmen, beschreiben" (Deutscher Kunstverlag, 2012).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.